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SG Dynamo Dresden: Rassismus ist kein Fangesang

Die SG Dynamo Dresden hat bundesweit einen miesen Ruf, die Fanszene gilt als mindestens rechts offen und jedenfalls als gewaltbereit. Dass die Fans sich dieses Jahr zum vierten Mal an den FARE Aktionswochen gegen Rassismus und Diskriminierung beteiligen, seit 2012 schon mit Flüchtlingen zusammen Fußballspiele besuchen oder gar die Ultras Dynamo Anfang der 2000er aus einer eher antifaschistischen Personengruppe heraus entstanden sind, lässt sich kaum glauben. Fußball-gegen-Nazis.de hat sich auf eine Spurensuche beim größten Sportverein in Ostdeutschland gemacht.

Erfolgreicher als gedacht: Fußballfans gegen Homophobie

In Berlin trafen sich vergangenes Wochenende trotz Bahnstreik 50 Fußballaktive zum dritten Netzwerktreffen der Fußballfans gegen Homophobie. Zum Thema „Frauen im Fußball zwischen Sexismus und Selbstermächtigung“ diskutierten sie in mehreren Workshops über Strategien gegen Sexismus und eine Erweiterung der seit drei Jahren bestehenden Kampagne gegen Homophobie im Fußball, um einen stärkeren Fokus auf Sexismus zu setzen. Trotz dem bisherigen Erfolg der Kampagne sehen sie noch viele Probleme.

Von Laura Piotrowski

BAFF und FSE rufen zur Flüchtlingshilfe-Kampagne „Second Fan Shirt“ auf!

Spendet Eure Fanartikel für Refugee-Initiativen!

Ihr kennt das ja sicherlich: Die Wohnung und der Keller werden immer voller, weil man einfach nichts wegschmeißen kann. Da sammeln sich alte Shirts, Schals, Mützen und Trikots, tausende Fanzines, Tassen, die man irgendwo mal beim Hoppen gekauft hat.

Wir haben jetzt eine Idee, wohin damit: Spenden!

Was wollen wir erreichen?

Tut sich was? Antidiskriminierungsarbeit bei Borussia Dortmund

Lange Zeit fiel die Fanszene des BVB politisch vor allem negativ auf. Doch auf Dauer wollten viele den rechten Ruf nicht auf sich sitzenlassen, weswegen sowohl der Verein als auch einige Fans des BVB anfingen, sich offener gegen rechts zu positionieren.

"Istanbul united"? Eine Nachlese

35 Mitglieder der Fangruppe Çarşı, Anhänger*innen des Istanbuler Profifußballclubs Beşiktaş, droht aktuell wegen Beteiligung an den regierungskritischen Gezi-Demonstrationen 2013 in der Türkei lebenslange Haft. Über die Beteiligung der Istanbuler Fußballfans an den Protesten und ihre vereinsübergreifende Kooperation mit anderen Fangruppen auf dem umkämpften Taksim-Platz berichtet ein neuer Dokumentarfilm „Istanbul United“ von Olli Waldhauer, Farid Eslam und Tina Schöpkewitz, der seit dem 26.

Der V-Mann in der Fanszene

Martin Thein machte sich in den vergangenen Jahren als Fußballfanforscher einen Namen. Er war viel in den Fanszenen des Landes unterwegs und veröffentlichte mehrere Bücher beim Göttinger „Werkstatt-Verlag“. Hierfür reiste er quer durch die Republik und interviewte Anhänger verschiedener Vereine, zudem war er 2011 Mitbegründer des Webportals fankultur.com. Seine Karriere endete nun jäh mit der Veröffentlichung des Buches „Heimatschutz“ von Stefan Aust und Dirk Laabs, in dem er als „V-Mann-Führer im NSU-Umfeld“ Erwähnung findet.

Von Marc Latsch

Ho.Ge.Sa - Hooligans islamfeindlich vereint

Erst waren sie nur eine Facebook-Gruppe - inzwischen treten die "Hooligans gegen Salafisten" (Ho.Ge.Sa.) auch im wirklichen Leben in Erscheinung, zuletzt am Wochenende in Dortmund mit 300 Beteiligten beim "Kennlerntreffen". Bei aller Islamfeindlichkeit, Schwarz-Rot-Weiß-Gestaltung und Wikingersprüchen möchte zumindest der Facebook-Gruppengründer diskutieren, wie rechtsextrem die "Hooligans gegen Salafisten" werden wollen. Die Anhänger haben wenig Abgrenzungsprobleme.

Von Simone Rafael