Willkommen auf fussball-gegen-nazis.de

Warum hält sich Antisemitismus im Fußball so hartnäckig?

"Eine U-Bahn bis nach Auschwitz": Fast jeder Fußballfan kennt diesen Gesang. Schon in der Zeit vor dem Nationalsozialismus wurden Vereine mit jüdischen Spielern angefeindet, seit den 1980er-Jahren sind antisemitische Schmähungen verstärkt im Bundesligafußball zu vernehmen. Auch der TuS Makkabi Berlin ist immer wieder antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt – und erhält wenig Solidarität von anderen Vereinen. Doch Initiativen wie "!Nie wieder" oder der Amateurverein Türkiyemspor Berlin zeigen, dass es anders geht.

Nazis? Nicht das größte Problem in den Fußballstadien

Gezielte Verhöhnung eines Spielers beim Aufwärmen des SC Freiburg, Luzerner Fans trieben einen als "Juden" verkleideten Mann vor sich her, Dynamo Dresden Fans hissten beim Spiel eine Vergewaltigungsdrohung gegen Femen-Aktivistinnen... seit die Winterspielpause vorbei ist, häufen sich die berichtenswerten Ereignisse für "Fussball-gegen-Nazis.de". Aber sind hier die Nazis überhaupt Kern des Problems? Nein!

"Getrennt in den Farben, vereint in der Sache": Fanclubs gegen Homophobie im Fußball

Vergangene Woche stellte die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ihre neue Broschüre "Fußball für Vielfalt" vor. Sie dient der Information gegen Homophobie im Sport sowie für sexuelle Vielfalt und schließt an die Berliner Erklärung von 2013 an. Dass diese Aufklärungsarbeit im deutschen Fußball immer noch notwendig ist, zeigt ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen. Zwar gibt es bei immer mehr Profivereinen schwul-lesbische Fanclubs und mit Queer Football Fanclubs einen europäischen Dachverband.

"Nazis werden im Bremer Stadion einfach nicht mehr akzeptiert"

In der Fanszene von Werder Bremen hat sich vor fünf Jahren die Antidiskriminierungs-AG gegründet. Begleitet wird die AG vom Fanprojekt der Hansestadt. Wir sprachen mit Thomas Hafke, einem der Initiatoren, über die Situation in Bremen, Nazis im Block und was gegen Diskriminierung zu tun ist.

Jeder fünfte Hooligan in Sachsen ist ein Nazi

Auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im sächsischen Landtag teilte die Staatsregierung mit: jeder fünfte gewaltbereite Fußballfan in Sachsen sei 2014 als rechtsextremistisch einzustufen. Das ist ein Anstieg um fast die Hälfte, da das Innenministerium in den letzten Jahren von 13% Rechtsextremisten unter den Fußballhooligans ausging.

"Mamas gegen Hooligans"? - Patriarchale PR!

Gestern jubelte Fussball-gegen-Nazis.de über die lustige Idee der Mamas gegen Hooligans/ MaGeHo in Brasilien. Nicole Selmer veröffentlichte am gleichen Tag eine Gegenposition auf ihrem Blog. Die Journalistin schreibt für das österreichische Fußballmagazin Ballesterer und publiziert zu Themen wie Feminismus und Fußballfankultur. Sie findet: Die Security Moms von Recife sind ein PR-Gag des Vereins, die Idee friedliebender Frauen ein PR-Gag des Patriarchats.

MaGeHo - Mamas gegen Hooligans

Der Sportclub do Recife in Brasilien ist für seine gewaltbereite Anhängerschaft berüchtigt. Mit Hilfe der Idee einer Werbeagentur verlief das letzte Derby aber anders als sonst: der Verein setzte die Mütter der Hooligans als Ordnerinnen ein. Den Mamas zollten die Randalierer dann ihren Respekt – und blieben ruhig.