
Stolz präsentieren die Preisträger ihre Urkunden Quelle: fussball-gegen-nazis.de
Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt" lud am vergangenen Donnerstag zur Preisverleihung des "Wettbewerbs für Demokratie und Toleranz 2012" ein. In der Staatskanzlei Potsdam wurden neun Initiativen aus Berlin und Brandenburg, die sich in besonderem Maße gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und für ein besseres Miteinander engagieren, ausgezeichnet.
Von Assahli Alla

Cover der "Sports Illustrated“, Jason Collins im Spiel am 1. Mai 2012 Quelle: Sports Illustrated/joshuak8 via flickr/Kombo: FgN
Der Vorstoß des homosexuellen NBA-Profis Jason Collins passierte nicht im Vakuum. Maßnahmen gegen homophobe Diskriminierung sind in den USA an der Tagesordnung. Europa hinkt in diesem Bereich klar hinterher.
Von Daniel Kalt (Die Presse)

Statement gegen Homophobie im Stadion Quelle: No Dice - Ian Stenhouse
Während rassistische und antisemitische Beleidigungen zumindest in den oberen Ligen als halbwegs tabuisiert gelten können, sind homophobe Schimpftiraden in den Stadien leider noch weit verbreitet. Wir nehmen deshalb den morgigen "Internationalen Tag gegen Homophobie" zum Anlass, um zu erklären, warum auch "Schwuchtel", "Lesbe", "schwul" und "lesbisch" als Schimpfwörter gar nicht gehen.
Von Martha Grau
"Du nennst mich einen Affen, aber du bist vor dem Fernseher rumgehüpft, als ich die Champions League gewonnen habe“ - mit diesen deutlichen Worten reagierte Didier Drogba auf rassistische Beleidigungen. Außerdem in der Presse- und Blogschau: Der AS Rom wird zu einer Geldstrafe verurteilt, der Staatsschutz ermittelt gegen Fans der TuS Sachsenhausen und die UEFA plant eine Resaolution gegen Rassismus im Fußball.

"Wir zeigen Rassismus die Rote Karte!" Quelle: Show Racism the Red Card
Im Rahmen der Aktionstage in deutschen Fußballstadien war "Show Racism the Red Card –Deutschland " sogar am Feiertag im Einsatz und führte einen Workshop mit Fans des 1. FC Köln im RheinEnergieStadion durch.
Von Show Racism the Red Card–Deutschland
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, wie die im Text beschriebenen? War Rassismus auch bei Euch nur zweitweise ein Problem, spielte er nie eine Rolle oder gibt es immer noch rassistische Beleidigungen auf Eurem Bolzplatz?
Ich empfinde die in den letzten Jahren in den Fußball hineingetragenen gesellschaftspolitischen Kampagnen als nervend. Durch die ständige Einblendung von "Respect"-Spots vor Spielen, die Abhaltung von Gedenkminuten (ohne Bezug zum Fußball), das Gewese um angebliche Homophobie und dergleichen moralinsaures Zeug kommt man sich doch ziemlich "belehrt" und gegängelt vor. Ich bin mir sicher, daß viele Fans es leid sind. Sie wollen beim Fußball "abschalten" können, den grauen Alltag hinter sich lassen, und von politischen Auseinandersetzungen verschont bleiben.
Was mache ich eigentlich am besten, wenn ich im Stadion bin, und rechte Ausschreitungen sehen? Ist dann wer "zuständig"?
Gibt es eigentlich auch explizit Linke Traditionen im Fussball oder traditionell links Vereine?
Chronologie
Chronik rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer, sexistischer und homophober Vorfälle im deutschen Fußball.
Diese Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Im Vorfeld des Spiels des 1. FC Union Berlin gegen Dynamo Dresden werden mehrere Dresdner Fans wegen rassistischer Sprechchöre und Beleidigungen gegen die eingesetzten Polizisten festgenommen.
Quelle: berliner-kurier.de
In der Nacht vom 12. auf den 13. April wurde an die Erdgas-Sporthalle unter anderem der Spruch "Juden HFC" gesprüht. Die Täter sind unbekannt, der Staatsschutz ermittelt. Im Internet feiern Anhänger des FC Magdeburg die Sprühaktionen.
Quelle: hallespektrum.de