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"Machtdemonstrationen für ein reaktionäres, männliches Weltbild" - Interview mit Peter Römer über HoGeSa

Obwohl Hooligans schon in ihrer Entstehungsphase hochpolitische Inhalte vertraten und sich ein Wiederaufkommen der Szene lange ankündigte, reagierte die Politik im letzten Jahr größtenteils überrascht auf die gewalttätige Großdemonstration in Köln. Auch im April 2015 sind rechte Hooligans noch an Pegida-Demonstrationen beteiligt und in deutschen Fankurven aktiv.

"Auch unsere Kurve ist nicht frei von Sexismus" – Frauen*Mädchen*Trans* Babelsberg im Interview

In der vergangenen Woche beschäftigte sich Fussball-gegen-Nazis.de mit Sexismus in der Fan- und Ultrakultur des Männerfußballs, Frauen-Ultragruppen als Möglichkeit der Emanzipation und dem Fanblock als Raum für untypische Geschlechterklischees. Dazu haben wir jetzt mit Lotte von der Ultragruppe Frauen*Mädchen*Trans* Babelsberg gesprochen.

HoGeSa quo vadis?

Um die Hooligans gegen Salafisten ist es ruhiger geworden. Mehrfach kündigten sie Demonstrationen an und sagten sie dann wieder ab. Am Wochenende unterstützten sie eine Aufmarsch von Neonazis in Dortmund, der unter dem Motto "Wir sind das Volk" provokativ am gleichen Tag wie eine Gedenkdemonstration anlässlich des 10. Todestag eines Todesopfers rechter Gewalt in Dortmund, angekündigt wurde. Am Abend fand vor dem Westfalen Stadion dann ein Konzert mit dem Rechtsrocker "Lunikoff" statt. Zu Ausschreitungen wie in Köln kam es nicht. Bleibt die Frage: HoGeSa, quo vadis?

"Einfach nur Ultra unter Ultras sein – das wär was!" – Ausschluss von Frauen in der Fankultur

Weekend Brothers, Ultra Boys Bremen oder Wilde Jungs Freiburg: schon an den Namen vieler Ultragruppen ist die Überrepräsentation von Männern in der Szene erkennbar. Doch auch außerhalb davon haben Frauen in der Fankultur mit vielen Problemen zu kämpfen – sei es mit sexistischen Sprüchen, mit expliziten Ausschlüssen aus Gruppierungen oder mit den althergebrachten Männlichkeits- und Weiblichkeitsidealen vieler Ultras, die auch durch interne Hierarchien reproduziert werden.

Rasenballisten gegen Rassisten

RB Leipzig spaltet wie kein anderer Verein die Gemüter. Fanszenen von links bis rechts haben hier einen gemeinsamen Über-Feind gefunden. Im Fußballtypischen Abgrenzungsprozess des "Wir und die Anderen" ist das eigentlich nichts Neues. Aber die Vehemenz der Kritik und der teils unverhohlene Hass verhindern den Blick auf eine sich entwickelnde Fankultur, die klar gegen Diskriminierung steht, aktiv gegen den Pegida-Ableger in Leipzig mobilisiert und dem Konzern Red Bull genauso kritisch gegenüber steht, wie die vereinigten Ultra- und Fangruppen der Anti-RB-Kampagnen. Auch wenn sie dabei manchmal gegen Windmühlen kämpfen müssen.

1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli – Wo anderer Fußball möglich scheint

Vergangen Freitag spielte der 1. FC Union gegen den FC St. Pauli in Köpenick (1:0). In der Alten Försterei trafen damit zwei Vereine aufeinander, die für mehr, als die Marke Fußball stehen. Der Ex-Hamburger Jan Tölva war für Fussball-gegen-Nazis vor Ort.

DFB macht Dampf – "Integration von Flüchtlingen ist auch Sache des deutschen Fußballs"

In Berlin stellten Deutscher Fußballbund, Deutsche Fußballliga und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge am Donnerstag die neue Integrationsinitiative des deutschen Fußballs vor. Gemeinsam wollen sie die Strahlkraft des Fußballsports nutzen, um eine Willkommenskultur für Flüchtlinge in der Bundesrepublik zu etablieren. Neu ist die Breite der Aktionsformen: statt einem einzelnem Aktionsspieltag schnürten die Verantwortlichen ein breites Maßnahmenpaket, von dem besonders die Vereine der niedrigen Spielklassen profitieren.