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Falsches Spiel

Im KZ Theresienstadt betrieben Häftlinge eine kleine Fußballliga, die Nazis nutzten die Bilder für ihre Propaganda. Der Israeli Oded Breda hat daraus eine Erinnerungskultur für Jugendliche entwickelt. Nun stellt er sein Projekt in Deutschland vor.

Von Ronny Blaschke

Rechte Gruppe "Hooligans Elbflorenz" als kriminelle Vereinigung verboten

Gestern entschied der Bundesgerichtshof, dass gewaltbereite Hooligangruppen als kriminelle Vereinigung eingestuft werden können. Sie wies damit die Berufung von fünf Männern aus Dresden zurück, die aufgrund ihrer Betätigung in der als kriminelle Vereinigung verbotenen Gruppe "Hooligans Elbflorenz" vom Landgericht Dresden verurteilt worden waren. Diese Gruppe wurde auch für Überfälle auf türkische Geschäfte in Dresden im Sommer 2008 verantwortlich gemacht – die Beteiligung der einzelnen Angeklagten sah der BGH aber nicht im gleichen Maße als erwiesen an, wie im vorinstanzlichen Urteil.

"Kick it out" – Widerstand gegen Rassismus im israelischen Fußball

Im israelischen Fußball gibt es immer wieder rassistische Vorkommnisse, wie in anderen Ländern auch. Von vielen Seiten gibt es dagegen Widerstände. Fans in Jerusalem gründeten ihren Verein neu, weil sie ihn von einer rechtsradikalen Fangruppe übernommen sahen. Ein Vereinspräsident will sich von den Fans nichts sagen lassen und kaufte zwei muslimische Spieler ein. Und ein Frauenteam füllte seine Reihen mit Spielerinnen aus arabischen Dörfern aus Nordisrael.

Fanbetreuung vom FC St. Pauli: "Wir sind unabhängig vom Verein"

Beim FC St. Pauli ist anders, als an anderen Standorten, die Fanbetreuung vom Verein mit dem vereinsunabhängigen Fanprojekt zusammen gelegt. Das sichert den Fanbeauftragten mehr Eigenständigkeit. Wir sprachen mit dem Fanbetreuer Carsten Kupisch über die Fanszene der Braun-Weißen, die traditionell antifaschistisch ist, von ihm jedoch auch als "kritisch und ungemütlich" beschrieben wird. Weiterhin zeichnet sich St. Pauli durch eine offene Haltung gegenüber Gästefans aus. Außerdem sprachen wir über das aktuelle Engagement auf Pauli für Flüchtlings-Themen. 

Hooligans - Die Pegida-Miliz aus dem Stadion

Schon früh haben sich Hooligans und rechtsmotivierte Fans von Dynamo Dresden der Pegida-Bewegung angeschlossen. Sie stützen die Demonstrationen. Der Verein bleibt stumm.

Von Olaf Sundermeyer, Dresden

Viele Einrichtungen in Dresden haben sich früh von der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung distanziert. Die Technische Universität hat schon Anfang Dezember klar Position bezogen, ebenso die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Die Chefs der Semperoper machten Ende vergangenen Jahres sogar das Licht aus, um Pegida keine Kulisse zu bieten.

"Sport frei": HoGeSa mobilisierte zu Kögida nach Köln!

UPDATE (16.01.): Inzwischen ist auch ein Treffen in Berlin geplant.   Die „Hooligans gegen Salafisten“ sind der Flashback der Neonazis in die 90er Jahre. Ihr Sitz liegt in Franken und dem Ruhrgebiet. Besondere Aufmerksamkeit bekam ihr Auftritt in Köln, bei dem knapp 50 verletzte Polizisten registriert wurden.

Legida-Organisatoren aus rechter Fußballszene - Breite Gegenproteste geplant

Kommenden Montag wird in Leipzig die erste Pegida-Ableger-Demonstration namens "Legida - Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes" stattfinden. Führende Organisatoren kommen aus dem rechten Fußballumfeld der sächsischen  Messestadt. Diese Aktionen bleiben aber nicht unwidersprochen, besonders in den Fanszenen von der BSG Chemie, aber auch bei Rasenballsport Leipzig formiert sich Gegenprotest. Der Verein RB Leipzig versagte den Fans allerdings zuletzt das Zeigen von Spruchbändern gegen Legida und gegen Rassismus.

Von Redaktion Fussball-gegen-Nazis.de