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„Wir wollen hier auch keine Ultras“ – Spielbesuch bei Tennis Borussia Berlin

Fussball-gegen-Nazis.de geht auf die Plätze und eröffnet diesen Herbst eine neue Groundhopping-Serie. Erste Station: Tennis Borussia Berlin, einer der wenigen deutschen Fußballvereine ohne Ultraszene. Spiel Tennis Borrussia vs. Berliner Sportclub (4:0)

Von Laura Piotrowski

Vernetzung von Neonazis und Hooligans zu lange ignoriert

Was mit Facebook-Gruppen begann und sich bei Kundgebungen mit wenigen hundert Teilnehmenden fortsetzte, mündete am vergangen Sonntag in Köln in der seit Jahren größten deutschen Neonazi-Demonstration. Die Ereignisse während der "Hooligans gegen Salafisten"-Demonstration stellen die Kulmination einer Entwicklung dar, die schon länger deutlich zu beobachten war: die fortschreitende Vernetzung von rechtsgerichteten Fußballfans und organisierten Rechtsradikalen.

Von der Redaktion Netz-gegen-Nazis.de

Köln: Fragwürdige Deeskalation gegen Rechts

Bei der Hooligan-Demonstration in Köln hielt sich die Polizei auffallend zurück. Der NRW-Innenminister spricht von einem erfolgreichen Konzept. Das ist absurd.

Ein Kommentar von Johannes Radke, zuerst erschienen auf Zeit Online

Eskalation in Köln: Schulterschluss von Rechtsextremen und Hooligans unter dem Label „HoGeSa“

Mittlerweile sprechen die Medien von 5000 Teilnehmenden, die unter dem Label „Hooligans gegen Salafisten - HoGeSa“ vergangenen Sonntag durch die Kölner Innenstadt demonstrierten und randalierten. Berichtet wird von zahlreichen rassistischen Parolen während der Demonstration, Übergriffen auf Passant*innen, 49 verletzten Polizist*innen und Sachbeschädigungen. Der gelungene Schulterschluss zwischen organisierten Rechten und gewaltbereiten Fußballhooligans zeigt eine neue Dimension von Hooliganismus und bringt die Innenministerien des Bundes und von Nordrhein-Westfalen in Erklärungsnot.

Erklärung des Bündnis Aktiver Fußballfans: Ein schwarzer Nachmittag in Köln

Das Bündnis Aktiver Fußballfans erklärte heute sein Entsetzen über die Ereignisse in Köln, erklärt aber auch, das die Ereignisse vorhersehbar gewesen seien. Eine krasse Fehleinschätzung der Polizei, die sonst jedes drittklassige Fußballspiel mit mehreren Hundertschaften absichert, sowie ein fehlender Einsatz der aktiven Fußballfanszenen würden als Ursachen für den derzeitigen HoGeSa Erfolg unterschätzt.

SG Dynamo Dresden: Rassismus ist kein Fangesang

Die SG Dynamo Dresden hat bundesweit einen miesen Ruf, die Fanszene gilt als mindestens rechts offen und jedenfalls als gewaltbereit. Dass die Fans sich dieses Jahr zum vierten Mal an den FARE Aktionswochen gegen Rassismus und Diskriminierung beteiligen, seit 2012 schon mit Flüchtlingen zusammen Fußballspiele besuchen oder gar die Ultras Dynamo Anfang der 2000er aus einer eher antifaschistischen Personengruppe heraus entstanden sind, lässt sich kaum glauben. Fußball-gegen-Nazis.de hat sich auf eine Spurensuche beim größten Sportverein in Ostdeutschland gemacht.

Erfolgreicher als gedacht: Fußballfans gegen Homophobie

In Berlin trafen sich vergangenes Wochenende trotz Bahnstreik 50 Fußballaktive zum dritten Netzwerktreffen der Fußballfans gegen Homophobie. Zum Thema „Frauen im Fußball zwischen Sexismus und Selbstermächtigung“ diskutierten sie in mehreren Workshops über Strategien gegen Sexismus und eine Erweiterung der seit drei Jahren bestehenden Kampagne gegen Homophobie im Fußball, um einen stärkeren Fokus auf Sexismus zu setzen. Trotz dem bisherigen Erfolg der Kampagne sehen sie noch viele Probleme.

Von Laura Piotrowski