Antisemitische Demonstration auf dem Berliner Kudamm: Fotos vom al-Quds-Tag

1979 rief der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini einen internationalen Kampftag gegen das "zionistische Krebsgeschwür Israel" aus. Der al-Quds Tag – al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem – ist im Iran bis heute ein staatlicher Feiertag und wird mit einer Großdemonstration begangen. Anlässlich des Feiertags werden heute in Teheran die Mittelstreckenraketen "Sulfaghar" und "Schaha-3" ausgestellt.

Von Stefan Lauer

Die iranische Führung gibt an, dass "Schaha-3", mit einer Reichweite von 1.200 Kilometern, israelischen Boden erreichen könne. Aber auch in Deutschland, Großbritannien, Österreich und den USA finden jährliche Demos statt. In Berlin wird der Tag seit 1994 "gefeiert" und zur "Befreiung" Palästinas und Jerusalems aufgerufen.

Das "Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus" hat in einem Video antisemitische Vorfälle beim al-Quds-Marsch dokumentiert.

Karem Moussavir, ein in Berlin lebender iranischer Dissident und Sprecher der "Green Party of Iran" sagte der "Morgenpost", dass der Tag " ein Aufruf Chomeinis zum Völkermord an den Juden durch die Vernichtung Israels" sei.

Mit etwa 400 Teilnehmern fiel die Demo dieses Jahr kleiner aus, als in den Vorjahren. Die Demoteilnehmer wurde gebeten, keine Parolen wie "Kindermörder Israel" zu rufen. Der Spruch war trotzdem hin und wieder zu hören. Auf Plakaten wurde Israel als "Apardheitstaat" bezeichnet, "Zionisten" als "Terroristen" und "Faschisten". 

Hier einige Bilder der Demo.

Demonstration zum al-Quds Tag am 23.06,2017 in Berlin

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